Fuerteventura Urlaub
Fuerteventura, die zweitgrößte Insel der Kanaren, ist geprägt von einer faszinierenden Kargheit
Nur 120 Kilometer westlich des afrikanischen Kontinents nimmt Fuerteventura über 22 Prozent der gesamten Fläche der Kanarischen Inseln ein und bildet zusammen mit seinem nördlichen Nachbarn Lanzarote die östliche Grenze des Archipels im Atlantischen Ozean. Trotz seiner geographischen Lage gehört Fuerteventura als Autonome Gemeinschaft zum Hoheitsgebiet Spaniens und gemeinsam mit Gran Canaria zur Provinz Las Palmas.
Von Jahr zu Jahr bekommt die 98 Kilometer lange und 28 km breite Insel mehr Einwohner, im Jahr 2008 waren es 100.929 Menschen, die Fuerteventura dauerhaft besiedelten. Ein Großteil der Bevölkerung ist dabei in der Inselhauptstadt Puerto del Rosario (35.293 Einwohner) zu finden, auch die Gemeindebezirke Pàjara (20.283 Einwohner) mit den beiden Touristenzentren Costa Calma und Morro Jable, sowie Tuineje (13.569 Einwohner) mit Gran Tarajal und Tarjalejo sind nicht nur bei einem Fuerteventura Urlaub beliebte Domizile. Urlaubsgäste fühlen sich jedoch an den Touristenzentren der Küsten besonders gut aufgehoben, kommen sie doch nach Fuerteventura um genau dieses Highlight zu genießen: Die unendlichen langen Traumstrände und das blau-grün schimmernde Meer.
Entstanden ist die Insel des ewigen Frühlings bereits vor 11 Millionen Jahren. Damals lösten tektonische Verschiebungen der Kontinentalplatten vulkanische Eruptionen aus, die erste Besiedelung führt auf das Jahr 3000 vor Christus zurück. Im Gegensatz zu Las Palmas mit seiner üppigen Vegetation oder der natürlichen Vielfalt Teneriffas, hat Fuerteventura landschaftlich kaum Abwechslung zu bieten. Fuerteventura ist auf das Wesentliche konzentriert: Sonne, Sand und Meer. Genau mit diesem Kontrastprogramm aus schwarzen Lavafeldern, imposanten Vulkankegeln, türkisfarbenem Meer und weißen Sandstränden macht Fuerteventura Reisen zum reinsten Vergnügen. Was hier zählt sind weniger die kulturellen Highlights oder die Quirligkeit, vielmehr ist Fuerteventura ein Ort der Ruhe und Erholung. Eine Insel, die besonders für Wassersportler und Wanderer ein überaus attraktives Urlaubsziel ist und dabei so einiges zu bieten hat.
Die landschaftliche Variation ist dabei auf wenige Themen beschränkt. Im Inselinneren überwiegen sanft abgerundete Vulkankuppen, kleine Bergdörfer und als abwechslungsreicher Kontrast hin und wieder ein paar vereinzelte Windmühlen. Facettenreicher dagegen sind die Küsten Fuerteventuras. Feinsandige, kilometerlange Strände auf der Halbinsel Jandia, der fast schneeweiße Dünenstrand von Corralejo oder die kleinen, schwarzen Kieselbuchten um Maxoratas stehen als Synonym für Fuerteventuras Strände. Ebenso gestaltet sich der teilweise wilde Westen Fuerteventuars. Enge Einschnitte in den kargen Klippen bringen Strände in sämtlichen Farben von Schwarz, über Gold bis hin zu Hellgelb hervor. Auch die Brandung könnte unterschiedlicher kaum sein und stellt von kleinkindergeeigneten Stränden bis zur tosenden Gefahr die an die Klippen peitscht seinen Facettenreichtum erneut unter Beweis.
Dem ganzjährig milden Klima mit konstanten Temperaturen um 25 Grad, den geringen Niederschlagsmengen und einer stetigen Brise hat die Insel ihren Beinahmen Insel des ewigen Frühlings zu verdanken. Bis heute prägt Fuerteventura dadurch nicht nur der Tourismus, auch die Ziegenzucht und der Anbau von kanarischen Kartoffeln und Aloe Vera Pflanzen dient den Einwohnern als Lebensgrundlage. Bei den Urlaubern sind überdies die hervorragenden Fischrestaurants sehr beliebt, denn auch der Fischfang wird für die Insulaner ganz groß geschrieben. Kein Wunder, verfügen sie doch über hervorragende Fischgründe und eine Artenvielfalt, die Ihresgleichen sucht. Cotillo an der rauen Westküste bietet eine wunderbare Vielfalt an Fischlokalen, für die es bekannt ist.